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  SV 1885 Teutschenthal, Abteilung Leichtathletik (1606), Artikel vom 22.04.2018 

Ich bin ein Marathoni – ein sportlicher Traum wird wahr

Nachdem ich (Sylvia Christoph) in der Leichtathletik alle Disziplinen im Laufe der Jahre kennengelernt und ausprobiert habe, spukte schon seit vielen Jahren dieser fehlende Marathon in meinem Hinterkopf. In der Jugend im Rahmen des Siebenkampfes waren mir schon die 200m und 800m zu lang und zumeist fühlte ich mich über die Hürden und im Weitsprung am wohlsten. Ein Marathon schien für mich lange unerreichbar. In den letzten Jahren, als mein Knie im Seniorenbereich keine Sprintbelastung mehr zuließen kämpfte ich mich immerhin über so manchen 10km Lauf bzw. Halbmarathon. Jedoch gelang es mir nicht das Laufen zu genießen. Erst vor einem Jahr entdecke ich durch 2 befreundete Kolleginnen, dass mir das ruhigere und längere Laufen mit ausgiebigen Gesprächen doch etwas gefallen kann. Nachdem ich erstmalig beim Geiseltalhalbmarathon das Gefühl hatte noch ein paar Kilometer dran hängen zu können und eine Freundin eine Startnummer für den Berlinmarathon 2018 gewann, stand mein Entschluss fest – im Frühjahr 2018 wollte ich es probieren. Im November startete ich hoch motiviert – nein übermotiviert. Von Null auf 100 bremsten mich nach 3 Wochen starke Knieschmerzen aus. Also ging es auf den Radergometer, ehe ich im Januar mit vernünftigeren Lauftraining wieder begann. In den letzten 3 Monaten rannte ich so manchen 10er und auch einige 20er waren im Training dabei. Doch die vorgenommenen 30km Trainingsläufe fanden aus den unterschiedlichsten Grünen nie statt.


Mit dieser halbherzigen Vorbereitung und leichtem Halskratzen ging es am 22.4. nach Leipzig. Und da das Unterfangen noch nicht schwer genug schien, waren Temperaturen von ca. 25 Grad vorausgesagt. Zusammen mit meiner Freundin holten wir in Leipzig früh am Morgen unsere Startnummern ab, aßen die letzten Kohlenhydrate und trafen letzte Absprachen. Wir wollten es zusammen schaffen, aber auch nicht den Erfolg eines Einzelnen riskieren. Pünktlich um 10 Uhr bei besten Sommerwetter gingen wir mit ca. 800 Marathonläufern auf die Strecke. Relativ schnell fanden wir unseren Rhythmus und gingen vernünftig an. Glücklicherweise gab es in Leipzig aller 2,5km eine Wasserstelle und aller 5km Verpflegung. Viel Erfahrung hatte ich nicht, aber ich entschied mich sofort bei jeder Möglichkeit zu trinken und ggf. einige Sekunden dafür zu opfern. Denn irgendeine Zielzeit hatten wir nicht. So rollte es wunderbar durch die Leipziger Innenstadt, am Völkerschlachtdenkmal vorbei, durch trendige Wohnviertel und über die Kanäle der Stadt. Durch viele Gespräche verging die Zeit sehr schnell und relativ entspannt durchliefen wir gemeinsam die Halbmarathonmarke bei 2:13h. Leider wurde es dann immer heißer und meine Freundin bekam auf einem großen sonnigen Abschnitt Probleme. Da es mir zu diesem Zeitpunkt erstaunlich gut ging, verließ ich sie nach einer kurzen Absprache und wollte nun die letzten 15km alleine packen. Ich suchte mir also neue Begleiter und versuchte in Gespräche zu kommen. Mit dieser Taktik kam ich gut bis Kilometer 35. Ich konnte kaum glauben, dass diese Schilder nun mir galten. In dieser Passage überholte mich Maria Heinrich die über eine Runde im Halbmarathon startete. Da sie jedoch schon hinter dem Zugläufer mit 1:30h lief, konnte ich mir denken, dass sie keinen optimalen Lauf erwischt hatte. Am Ende reichten jedoch die 1:31h sogar zu Gesamtplatz 2. Ich hatte weiterhin muskulär keine Probleme, musste nun aber der Kopf überzeugen. Ich wechselte auf die Taktik 300m zu gehen und 700m zu laufen. Ich nahm jeden Tropfen Flüssigkeit mit. Ob aus den Schläuchen der Anwohner, den Verpflegungsstellen oder den Trinkflaschen meiner Freundin auf dem Fahrrad – alles kippte ich über mich und in mich. Ab Kilometer 35 weiß ich nun auch, was Marathon bedeutet. Aber die „Qual“ schwand meiner inneren Gewissheit es zu schaffen. In für mich sagenhaften 4:32:01h erreichte ich total überwältigt das Ziel an der Arena Leipzig. Der Tag wurde perfekt als auch meine Freundin 15min später gesund das Ziel erreichte. Ich bin froh keine Startnummer für Berlin 2018 zu haben, denn so schnell bedarf es keiner Wiederholung

Ich danke allen Sportfreunden die mich in den 5 Monaten zuvor auf einigen Trainingskilometern begleitet haben, in Leipzig vor Ort angefeuert haben oder an diesem heißen Sonntag nur mal kurz an mich gedacht haben! Yes – ich bin ein Marathoni!

Sylvia Christoph (23.04.2018)

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