Alle Jahre wieder

Am 2. Weihnachtsfeiertag ist es zum 14. Mal eine liebgewonnene Tradition, dass sich Sportlerfamilien und Freunde in Teutschenthal auf dem Sportplatz treffen. Sie bewegen sich eine halbe Stunde mit viel Spaß und Beifall sowie Respekt der mitgebrachten Fans.

Die Bedingungen sind jedes Jahr anders. Im letzten Jahr 2021 noch minus 12 Grad, in diesem Jahr 2022 ganze 20 Grad mehr. Regen drohte vom Himmel zu fallen. Doch während des halbstündigen Laufes hatten alle noch Glück, es tröpfelte nur. Die Bedingungen waren so ganz anders als im letzten Jahr. Weicher Boden erschwerten die Laufverhältnisse noch. Aber egal, ob Jung oder Alt, Durchtrainiert oder Hobbyläufer, alle kämpften um jeden Meter. In der Wechselzone wurde es etwas eng, doch die 61 Paare nahmen Rücksicht auch auf unsere Jüngsten.

Gelaufen wurde in den bekannten Wertungskategorien. Bei den Jüngsten merkt man leider, dass sich immer weniger Kinder anstrengen wollen. Insgesamt traten 10 Paare unter 25 Jahre an den Start. Schnellstes Paar war unser Läuferduo Marten Herrmann (12 Jahre) und Johann Ehm (11 Jahre) vom gastgebenden SV 1885 Teutschenthal/ Abteilung Leichtathletik. 7450 m liefen sie immer im Wechsel während der 30 min. Bei den Jungenpaaren stellten wir auch die Platzierten mit Justin Mates und Vincent Gradhand (6980 m) und dem absolut jüngsten Paar mit den Zwillingen Torben und Marian Herrmann (8 Jahre – 6950 m). Bei den jungen Mädchen gab es einen Sieg der Braunsbedraer Mädchen Pia Becker und Emma Block mit 6580 gelaufenen Metern. Das Mix-Paar bei den Jüngsten kam aus Frankfurt am Main mit Liselotte und Florian Gradhand, Cousine und Cousin. Sie erreichten 7390 m in der halben Stunde und bewiesen hier ihre Erfahrung in diesem Lauf, den sie nicht das erste Mal gemeinsam bestreiten.

Auch bei den Paaren bis (gemeinsamen) 90 Jahren stellte der gastgebende Verein ein Siegerpaar. Katja Borggrefe und Maria Heinrich, beides bekannte Läuferinnen aus der Szene, schafften gemeinsam 7850 m. Aber auch die Zweit- bis Viertplatzierten kamen noch über die 7000er Marke, was von absoluter Qualität zeugt. Die Mix-Paare bis 90 Jahre stellten mit 13 Paaren die größte Gruppe dar. Hier liefen auch Väter mit Ihren Töchtern oder Mütter mit ihren Söhnen. So konnte zum Beispiel unser Kugelstoß-Landesmeister Ole Schleußner seine Mutti Claudia überreden, mit ihm zu laufen. Auf die gelaufenen 6430m können beide stolz sein, haben sie doch ihren inneren Schweinehund überwunden und sich bewegt. Die Zweitplatzierten (Geschwister) Greta und Anton Emmerling vom gastgebenden Verein mussten sich nur knapp dem Sieger-Mix-Paar aus Halle Luise Zechner und Daniel Fudel vom LaufKulTour eV geschlagen geben. Ganze 60 m fehlten am Sieg für die Geschwister, die auch im Judo sehr erfolgreich sind. Im nächsten Jahr sollten sie es durchaus schaffen. Der Sieg bei den Männerpaaren bis 90 Jahre ging an Leif Fricke und Jascha Timm vom LAV Halensia mit 9390 gelaufenen Metern. Neben unserem jugendlichen Laufpaar Leon Breter und Niels Jagdmann sind wir aber besonders stolz auf die beiden Vater-Sohn-Paare aus unserem Verein. Auch wenn sich weder Elias (9Jahre) und Papa Marcel Homann noch Theodor Schiller (9 Jahre) und Papa Steve Vieweg auf den vorderen Rängen platzieren konnten, liefen sie doch mutig mit und kämpften trotz großer Anstrengung um jeden Meter. Man sollte niemals vergessen, dass der Erholungseffekt für die Kinder nach einer schnell gelaufenen Runde kleiner ist, wenn sie mit Erwachsenen laufen.

Bei den Paaren über 90 Jahre gibt es schon seit Jahren einen Rückgang bei den weiblichen Paaren. Auch in diesem Jahr gab es nur ein weibliches Paar. Trotzdem liefen Jana Timm und Ines Möckl mit 6650 m ein beachtliches Ergebnis ein und haben sich den Pokal und das Sockenpaar als Sieger verdient. Bei den 12 Mixpaaren wurde erwartungsgemäß recht hart um den Sieg gekämpft. Nach 30 min hatten Gabi und Uwe Kelling (LAV Halensia) mit 7800 m knapp die Nase vorn vor Michael Hartung und Constanze Quenzel aus Merseburg mit 7710 m. Auch das Männerpaar wurde vom LAV Halensia gestellt, Steffen Blockus und Holger Stoeck liefen 8740 m in der halben Stunde, gefolgt von ihren Vereinskameraden, sodass das Podest durch den LAV komplett belegt wurde.

Obwohl zur Siegerehrung der Himmel seine Schleußen öffnete, waren alle geduldig und freuten sich über die Tüte Nudeln vom Hühnerhof Steuden und eine Laufmütze in diesem Jahr. Es hat sich also für jeden gelohnt, ob Jung oder Alt, Durchtrainiert oder Hobbyläufer. Zur kulturellen Umrahmung dichtete unser DJ Rolf Jagdmann noch ein Lied, ganz speziell für diesen Lauf. Alle waren begeistert und er bekam viel Beifall. Am Ende waren man sich einig, 2023 am 26.12. um 10.00 Uhr sind sie wieder auf dem Sportplatz in Teutschenthal am Start.

Die Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Ein Zusammenschnitt des Laufes findet ihr hier.

Ein Bericht von Evelyn Heinrich

Foto: Kathrin Jagdmann